Digitaler Hausgottesdienst zum 2. Ostersonntag

 
„Sonntag des Apostels Thomas" – „Barmherzigkeitssonntag" 
 
Bitte bereiten Sie einen Ort für den Gottesdienst vor. Dazu empfiehlt es sich ein Kreuz oder eine Ikone aufzustellen. Vielleicht möchten Sie eine Kerze, die Sie an die Osterkerze erinnert, mit dazu stellen. 
 

Begrüßung

► Zum Anhören: 

Schön, dass Du heute wieder gemeinsam mit vielen anderen in Sankt Nikolaus diesen Gottesdienst feierst. Dieser Sonntag hat so viele Facetten, wir konzentrieren uns auf den Apostel Thomas und beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Lied aus dem Gotteslob

GL 328

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Gelobt sei Gott im höchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn,
der für uns hat genug getan. Halleluja...

Tagesgebet

► Zum Anhören: 

Wir preisen deinen Namen, Gott, wir loben und rühmen dich.
Wenn wir verängstigt sind oder uns zurückziehen,
machst du uns Mut, für das Leben einzutreten.
Wenn uns die Worte ausgehen und sich die Gedanken im Kreise drehen,
beschenkst du uns mit deinem Geist.
Wir bitten dich:
Schenke uns offene Türen, befreie uns von engen Sichtweisen,
von Verzagtheit und Resignation, und mache uns zu Boten deiner Liebe.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Evangelium nach Johannes

► Zum Anhören: 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 20,19-31
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

GL 326

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Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit. Denn unser Heil hat Gott bereit. Halleluja.... Gelobt sein Christus, Marien Sohn.
Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist, ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist. Halleluja.... Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Gedanken zum Apostel Thomas

► Zum Anhören: 

Er spielt an diesem Sonntag eine wichtige Rolle. Doch das hat ihm keinen guten Ruf eingebracht. Er wird meist als der Ungläubige oder der Zweifler bezeichnet. Oft steht er als negatives Beispiel da, wie der Mensch mit dem Glauben nicht umgehen soll.
Doch Zweifel ist grundsätzlich nicht mit Unglaube gleichzusetzen. Der Apostel Thomas gehört zu den Menschen, die sich bis zu den Grundfesten des Lebens durchfragen. Er vertraut nicht blind den Worten seiner Freunde. Er macht sich seine Glaubensentscheidung nicht leicht. Er will selbst dem auferstandenen Jesus begegnen. Thomas möchte selbst erfahren, dass die Worte Jesu auch nach seinem Tod Gültigkeit besitzen.
Aber wie können wir heute mit Jesus in Berührung kommen, besonders in diesen Zeiten? Dafür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: Das Lesen der Heiligen Schrift; ein Gespräch über den Glauben in der Familie; Gottesdienstangebote in den sozialen Medien; das Gebet. Auch wenn Jesu Botschaft von der Liebe und Güte Gottes im Alltag gelebt wird, kann er selbst erfahren werden. Das geschieht, wenn Menschen sich für andere einsetzen, wenn sie im Umgang miteinander verbindlich und wertschätzend sind, wenn sie redlich um die besten Lösungen für ein Problem ringen und dabei niemand an den Rand drängen. Sogar Menschen, die trotz Krankheit oder Leid Gelassenheit, Zuversicht und Hoffnung ausstrahlen, machen Jesus mitten im Alltag erfahrbar. Das Zeugnis eines christlichen Lebens ist oft wichtiger, als angelernte Glaubensinhalte. Thomas ist dafür ein Beispiel. Schade eigentlich, dass er oft nur der Zweifler genannt wird.
In diesem Zusammenhang gibt es im Freiburger Münster etwas Besonderes: An den Pfeilern im Mittelschiff ist jeweils eine Apostelfigur angebracht. Das ist ein Symbol dafür, dass die Apostel die Säulen der Kirche genannt werden. Doch es gibt vierzehn Pfeiler in der großen Kirche. Den dreizehnten Pfeiler ziert eine Figur des Völkerapostels Paulus und am vierzehnten ist eine Christusfigur angebracht. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Auffällig aber ist die Anordnung der Apostel: Nicht etwa Petrus oder der Lieblingsjünger Johannes oder die ersterwählten Apostel sind dem Altar am Nächsten. Vielmehr schmückt Thomas den Pfeiler ganz in der Nähe des Altares. Er steht genau gegenüber der Christusfigur. Er schaut direkt auf Jesus. Thomas sieht die Wunden des Gekreuzigten und darf seine Hand nach ihm ausstrecken. In diesem gotischen Dom steht Thomas wie auf einem Ehrenplatz.
Das ist so etwas wie eine Predigt ohne Worte. Sie will sagen: Jeder Mensch darf Bedenken haben, unsicher sein, an der gegenwärtigen Situation leiden. Und er darf dabei auf Thomas schauen und auf seine Art mit Zweifeln umzugehen. Jeder Mensch darf auch die hoffnungsvollen Jesus-Worte hören: „Streck deine Hand aus" (Joh. 20, 27). Das bedeutet: Komm her zu mir, auch wenn du noch zweifelst. Wenn du in deinen Zweifeln ehrlich nach mir suchst, bist du mir schon ganz nahe; dann kannst du mich finden, denn ich bin schon da. Ich will deinen Glauben stärken.

GL 780

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Wahrer Gott, wir glauben dir, du bist mit Gottheit und Menschheit hier; du, der den Satan und Tod überwand, der im Triumpf aus dem Grabe erstand. Preis dir, du Sieger auf Golgatha, Sieger wie keiner. Halleluja!

Fürbitten

► Zum Anhören: 

In seiner Auferstehung zeigt Jesus uns die Barmherzigkeit des Vaters. Wir bitten ihn:

  • Für alle, die den christlichen Glauben verkündigen: gib ihnen Mut und Vertrauen.
  • Für unsere Kommunionkinder: Lass sie in Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen.
  • Für alle Menschen, die sich für den Frieden in der Welt einsetzen: segne ihre Bemühungen.
  • Für alle, die sich von ihrem Glauben entfernt haben: lass sie deine Nähe spüren.

Herr Jesus Christus, mit dem Apostel Thomas preisen wir dich als unseren Herrn und Gott. Lass uns im Glauben an deine Auferstehung das ewige Leben gewinnen, und höre unsere Bitten. Dich preisen wir in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet und Segen

► Zum Anhören: 

Treuer, barmherziger Gott, dass wir auf unserem Weg einhalten konnten,
dein Wort hören und deine Verheißung mitnehmen, ist ein Geschenk.
Wir danken dir.
Hilf uns, wenn wir wieder in unseren Alltag zurückkehren, offene Augen, ein gutes Wort zu haben, behutsam und liebevoll aufeinander zu achten, Boten deiner Liebe, Zeugen deiner Auferstehung zu sein.
Dann begleiten wir andere Menschen auf ihrem Weg zu dir.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Segen
Der auferstandene Herr schenke uns die Behutsamkeit seiner Hände,
die Güte seiner Augen, das Lächeln seines Mundes,
die Treue seiner Schritte, den Frieden seiner Worte,
die Wärme seines Herzens, das Feuer seines Geistes,
das Geheimnis seiner Gegenwart im Namen des Vaters und der Sohnes und des Heiligen Geistes!
Lasst uns in seinem Frieden bleiben. Halleluja, Halleluja, Halleuja.

GL 779, 5

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Halleluja! Ostersegen, komm herab wie Morgentau, dich in jedes Herz zu legen, dass es froh nach oben schau und zu neuem Wuchs und Leben sich in Christus mög erheben. Halleluja, Jesus lebt....

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