Hausgottesdienst für Familien zu Pfingsten

Ablauf des Gottesdienstes

  • Wir versammeln uns an unserem Tisch. Wir können eine Bibel darauflegen und eine Kerze. Wir zünden eine Kerze an.
  • Wir singen ein Lied: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind."
  • Wir machen das Kreuzzeichen. Dabei sagen wir:
    Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes
  • Wir hören oder lesen das Evangelium dieses Sonntags.
    (Auch als mp3-Datei verfügbar).
    Es gibt Hintergrundinformationen, um den Text besser zu verstehen.
  • Wir machen eine kleine Aktion.  
  • Wir denken mit Hilfe von Fragen über das Evangelium nach und reden miteinander darüber (Auch als mp3-Datei verfügbar).
  • Wir beten das VaterUnser. Dabei reichen wir uns die Hände.
  • Wir beenden unseren kleinen Gottesdienst nach dem VaterUnser mit den Worten:
    „Es segne uns der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen."
    Dabei können wir wieder das Kreuzzeichen machen wie am Anfang oder wir zeichnen uns gegenseitig ein Kreuz auf die Stirn. 

Wir beginnen den Gottesdienst 

Evangelium

► Zum Anhören: 

Pfingsten - Die Welt erfährt von Jesus
Die Jünger waren sich sicher: Jesus war wirklich von den Toten auferweckt worden. Er war nun bei Gott, seinem Vater. Aber sein Geist wirkte weiter.
Und er wollte, dass seine Botschaft weiterleben sollte. In ihnen. Durch sie.
Zwölf Apostel hatte Jesus sich auserwählt. Aber Judas Iskariot war ja durch seine eigene Hand gestorben. Sie beschlossen daher, einen derjenigen nachzuwählen, der schon lange bei ihnen war. Das Los fiel auf Matthias. Nun waren sie wieder komplett: die Zwölf.
Das jüdische Fest Shavuot feiert man sieben Wochen nach dem Pessach. An diesem Tag versammelten sich die Apostel, viele weitere Jünger und zahlreiche Frauen, die Jesus gefolgt waren, in einem Haus in Jerusalem. Auch Maria, die Mutter Jesu, war unter ihnen. Immer noch hatten sie Angst, verfolgt zu werden. Sie hielten sich lieber verborgen.
Plötzlich erfüllte den Himmel ein Brausen, als ob ein heftiger Sturm sie umtosen würde. Ihnen war so, als sähen sie Zungen wie aus Feuer. Diese verteilten sich so, dass sich auf jedem von ihnen eine Feuerzunge niederließ. Sie spürten, dass der Heilige Geist sie erfüllte. Und sie redeten jeder in einer anderen Sprache, so wie es ihnen der Geist eingab. Alle traten vor die Tür des Hauses.
War das ein Sprachrausch! Alle Angst war verflogen. Nun wohnten in Jerusalem aber Juden aus aller Herren Länder. Und siehe: Ein jeder konnte sie in seiner eigenen Sprache reden hören! Unglaublich! Die einen fragten: „Was hat das zu bedeuten?" Andere spotteten: „Nun: Sie haben sich am Wein berauscht!"
Petrus aber verschaffte sich Ruhe. Er predigte so zu ihnen, dass sie spürten:
Er sprach mit einer Vollmacht, die nicht aus ihm selbst kam. Und viele bekehrten sich noch an diesem Tag zum Glauben an Jesus Christus und ließen sich taufen.

Information zum Evangelium

Informationen zum Evangelium

Das Grab des Apostels Matthias ist das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. Es findet sich in Deutschland, und zwar in der Stadt Trier.

Das Fest „Schawuot"
Mit Schawuot feiern viele Juden zu Beginn der Getreideernte drei Dinge zugleich:

  • den Empfang der Tora mit den Zehn Geboten,
  • den Bund, den Gott mit dem Volk Israel schloss
  • und die Ernte von Getreide, Obst und Früchten, die Gottes Schöpfung ihnen schenkt

Wenn du noch mehr über Religionen erfahren möchtest, gibt es eine gute Internetseite: www.religionen-entdecken.de
Seinen Namen verdankt das Wochenfest Schawuot seinem Termin auf dem Kalender sieben Wochen nach Pessach. Das hebräische Wort Schawuot heißt „Wochen".
Es ist übrigens ein Pilgerfest. Fromme Juden machten sich damals auf den Weg zum Tempel nach Jerusalem. Vermutlich waren deshalb auch so viele Menschen verschiedener Sprachen in der Stadt.

Schawuot und Pfingsten, Tora und Heiliger Geist
Sicher ist es kein Zufall, dass zwischen Ostern, dem Fest der Auferstehung und Pfingsten, dem Fest, an dem die Jünger den Heiligen Geist empfangen, ebenfalls 50 Tage liegen.
Die Tora enthält die 5 Bücher Mose. Darin sind auch die 10 Gebote enthalten und viele andere Regeln und Gesetze, die das Leben der Juden ordnen.
Der Heilige Geist ist Gottes Kraft in uns. Er hilft, dass wir uns als Christ*innen ein Beispiel an Jesus nehmen.
Bei beidem geht es als darum, dass Gott uns Menschen eine Möglichkeit schenkt, wie wir gut und richtig in dieser Welt leben können.

Aktionen

  • Watte pusten

Teilt den Tisch oder eine Fläche auf dem Boden mit Klebeband in zwei Hälften. Dann bildet zwei Teams. Legt einen Wattebausch in die Mitte und pustet kräftig drauf los – der Wattebausch darf auf keinen Fall in eurer Hälfte liegen bleiben.

  • Feuer und Flamme

Feuer ist besonders faszinierend. Zündet eine Kerze an, stellt sie vor euch (oder in die Mitte) und schaut für eine Weile still in die Flamme.
Wenn ihr eine Feuerschale im Garten habt, könnt ihr vielleicht auch am Abend ein Pfingstfeuer anzünden und dabei die Flammen beobachten. Macht dies aber unbedingt mit einem Erwachsenen!

Zum Nachdenken und miteinander reden

► Zum Anhören: 

In aller Angst und Ratlosigkeit bekommen die Jünger die versprochene Hilfe: Sturm und Feuerzungen vom Himmel - und plötzlich ist die Angst wie weggeblasen. Die Jünger gehen voller Begeisterung hinaus in die Stadt. Gottes Geist verändert sie.
Gottes Geist will auch uns erreichen. Er macht uns Mut, wenn wir Angst haben.
Er gibt uns gute Ideen, wenn wir Lösungen suchen.
Er schenkt uns Kraft für schwere Aufgaben und Trost, wenn wir traurig sind.
Wenn wir uns nach einem Streit wieder vertragen oder unsere Zeit und Energie einsetzen für eine bessere Welt, hilft uns der Geist Gottes.
Wenn wir andere begeistern, zum Lachen bringen und Fröhlichkeit verbreiten,wirkt Gottes Geist in uns.
So bereichert Gott mit seinem Geist unser Leben und durch uns die ganze Welt.
Darum beten wir nun gemeinsam darum, dass wir immer wieder von Gottes Geist erfüllt werden.

Eine*r oder mehrere abwechselnd lesen einen Gebetsvers (rote Schrift) vor.
Alle antworten mit dem Ruf: Komm, heiliger Geist.

Gott, manchmal geht es uns wie damals den Jüngern.
Wir ziehen uns zurück, wir machen die Türen und Fenster zu.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Manchmal geht es uns wie damals den Jüngern.
Unser Herz ist schwer. Wir lassen keinen an uns heran.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Manchmal geht es uns wie damals den Jüngern.
Wir fühlen uns unsicher. Uns fehlt der Mut.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Gott, wir bitten dich um Mut für alle, die Angst haben.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Wir bitten dich um Freude für alle, die traurig sind.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Wir bitten dich um Frieden für alle, die im Streit leben.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Komm, Heiliger Geist. Komm in unser Herz.
Komm in unsere Familien. Komm in unsere Kirche.
Alle: Komm, Heiliger Geist!

Wir beten das VaterUnser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unserem Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Schlusssegen

Wir beenden unseren kleinen Gottesdienst mit den Worten:
„Es segne uns der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen.

Dabei können wir wieder das Kreuzzeichen machen wie am Anfang oder wir zeichnen uns gegenseitig ein Kreuz auf die Stirn.

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