Tariro-Projekt (P. Steffens SJ) in Simbabwe

Seit vielen Jahren unterstützt der Pfadfinderstamm in Flüren Pater Karl Steffens und sein Engagement für das Tariro-Projekt für Aidswaisen in Simbabwe. Im Rahmen der Flürener Sternsingeraktionen, des Kinderkleidermarktes und  mit Hilfe der allseits bekannten "Marmeladengläser", in denen Klimpergeld gesammelt werden kann, sind schon viele Spendengelder zusammen gekommen.

Diese Seite informiert Sie über das vielfältige Engagment in Flüren, das die Pfadfinder an den Tag legen, über Möglichkeiten des Spendens und Unterstützens - und nicht zuletzt über das Geheimnis der Marmeladengläser...

Zur Person Pater Karl Steffens SJ

Vor 45 Jahren ist Karl Steffens für den Jesuitenorden nach Simbabwe gegangen.
Karl Steffens, der sich als „nur ein Buschtheologe” bezeichnet, ist ein ganz besonderer Mensch. Er setzt sich unermüdlich und mit großem Elan für die armen Menschen in Afrika ein. Er ist sicherlich oft eigenwillig und seine Art zu sprechen und zu schreiben, sind so herzlich und ehrlich und oft auch derb, dass man manchmal staunt, wo er mit seinen 75 Jahren diese Kraft und diesen Witz hernimmt. Er kämpft mit allen Mitteln für die Interessen seiner Schutzbefohlenen und ich hab schon manchmal gedacht, dass er sich den Kopf einrennt bei seinen Versuchen, für seine anvertrauten Kinder Hilfe locker zu machen.
Karl Steffens war als junger Mann ein aktiver Leichtathlet. Als Läufer sollte er eigentlich bei den olympischen Spielen starten, aber dann hat er sich für das Leben als Priester entschieden.
Seine Sportlichkeit hat ihm wohl während des Unabhängigkeitskrieges in Südafrika einige Male das Leben gerettet.

Das TARIRO-Center

Schätzungen gehen davon aus, dass in Simbabwe mehr als eine Million Aidswaisen leben. Und die Zahl der Aidswaisen wächst und wächst.
Großeltern, Tanten, Onkel oder noch weiter entfernte Verwandte versuchen, so gut wie möglich für die verwaisten Kinder zu sorgen. Aber oft genug sind sie selbst von Armut, und Krankheit betroff¬en und auf Unterstützung angewiesen.

Hier setzt das TARIRO- Center ein: In Chinhoyi, das etwa 150 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Harare entfernt ist, haben die Jesuiten, hier besonders P. Steffens und die Schwester Shingai von der afrikanischen Ordensgemeinschaft  LCBL das Tariro-Center aufgebaut. Seit vielen Jahren trägt das Geld, das wir bei den Sternsingeraktionen in Flüren sammeln, dazu bei, dieses Center zu unterstützen.
Tariro heißt übersetzt: "Hoffnung". Das Wort kommt aus der Shona-Sprache.
Das Prinzip von Tariro bestaht darin, die Verwandten so zu unterstützen, dass sie in der Lage sind, für die Aidswaisen zu sorgen. Es geht hier nicht nur um materielle Versorgung, sondern auch darum, den Weg für eine gute Ausbildung zu ebnen.

Im Mai 2003 wurde das Tariro-Center eröffnet. Anfangs waren es zehn Waisen im Grundschulalter und 36 im Kindergarten. Heute sind es ungefähr 235 Kinder.
Die Kinder werden entweder von der Gemeinde, von den Schulen oder anderen Organisationen nach Tariro geschickt. Die Großeltern oder die anderen Verwandten, bei denen die Kinder leben werden regelmäßig von Schwester Shingai betreut. Bei Bedarf kann sie so mit Schulgebühren, Nahrungsmitteln und anderen Dingen halfen. Um die Kosten zumindestens teilweise finanzieren zu können, gibt es eine Kleinviehzucht und einen Gemüsegarten.

Ein wesentliches Ziel: schulische Bildung

Bildung ist der erste Schritt aus Armut und Perspektivlosigkeit. Um den Kindern und Jugendlichen, für die das Tariro Center über die Jahre zu einer zweiten Heimat geworden ist, möglichst viele Chancen für ihre Zukunft zu ermöglichen, ist eine gute Schulbildung für alle der Grundstein. Das große Ziel ist, eine Schule zu bauen, in der die Kinder gemeinsam mit anderen Kindern der Region unterrichtet werden können.
Da viele Familien sich mit den Jahren eng an die Einrichtung gebunden fühlten, beschloss die leitende Schwester, auch eine private Grundschule anzubieten. Das öffentliche Schulwesen in Simbabwe ist – trotz guter Ausgangsbedingungen nach der Unabhängigkeit 1980 – finanziell fast gänzlich ausgetrocknet und in entsprechend miserablem Zustand. Die Tariro-Schule verfügt mittlerweile über
vier zweizügige Jahrgangsstufen. Die 300 Schüler stammen aus reicheren genauso wie aus armen Familien; die soziale Durchmischung ist das Ziel. Doch der Platz auf dem Tagesheim-Gelände wurde zu knapp. Deshalb wurde ein Grundstück angekauft. Dort geht der Ausbau weiter. Inzwischen ist der zweite von fünf geplanten Klassenblocks im Bau. Auch die Bauarbeiten an den Gebäuden für Verwaltung und Sanitäranlagen gehen voran. Obwohl Simbabwe zu den 15 ärmsten Ländern der Erde zählt, kosten Ausgaben aller Art dort beträchtlich viel. Der US-Dollar als neue Landeswährung und die hohe Importquote haben die Preise in teils astronomische Höhen getrieben.

Nur mit unserer Hilfe können wir die Zukunft für die Mädchen und Jungen gestalten! Beim Ausbau der Schule setzt Schwester Shingai daher viel Hoffnung auf unsere Mithilfe.

Mit den Projekten "Sternsingeraktion" in Flüren sowie mit dem Kinderkleidermarkt auf der Grav-Insel werden Geld für diesen guten Zweck gesammtl. Informationen zum nächsten Kinderkleidermarkt erscheinen demnächst an dieser Stelle. Auch die Homepage der Pfadfinder in Flüren gibt Informationen zum Kinderkleidermarkt.

Text: Bärbel Flores

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