Hausgottesdienst zum 17. Sonntag im Jahreskreis

Eröffnung und Kreuzzeichen

Auch heute feiern wir wieder zu Hause unseren Sonntagsgottesdient.
Wir wissen uns verbunden mit vielen anderen und glauben, dass Gottes Wort uns stärkt und uns auf unserem Weg durch die neue Woche begleitet.

Kreuzzeichen
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

GL 463

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Gebet

► Zum Anhören: 

Guter Gott,
du bist wunderbar in deiner Güte und Liebe.
Aus wenig kannst du so viel mehr machen.
Fünf Gerstenbrote und zwei Fische reichen dir.
Deine Liebe wird größer, wenn sie geteilt wird.
Wir bitten dich, dass wir in deine Liebe hineinwachsen.
Immer mehr, jeden Tag bis in Ewigkeit. Amen

Aus dem Evangelium nach Johannes

► Zum Anhören: Joh 6,1-15

In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

Gedanken zum Evangelium

► Zum Anhören: 

811.000.000 Menschen weltweit sind laut einem neuen UN-Bericht unterernährt. Diese Zahl ist im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie noch einmal dramatisch angestiegen. Das ist eine Schande! Anders kann man es nicht nennen, weil es nämlich eigentlich genug für alle gibt. Aber es wird nicht geteilt.
Es ist einfach unverständlich wie die Medien vergangene Woche von den sündhaft teurer Weltraumabenteuern von zwei Milliardären berichten, die auf obszöne Weise ihren Reichtum zur Schau stellen und ihnen noch hofieren und über diese dramatischen Zahlen und die existentiellen Probleme der großen Mehrheit weitgehend schweigen. Würden diese Herren sich entschließen, sie könnten noch heute anfangen zu teilen und den Welthunger zu beenden.
Die soziale Ungleichheit auf dieser Welt wird seit Jahrzehnten immer größer und am unteren Ende bleiben die vielen Menschen, die an Hunger leiden. Die Welt gerät aus den Fugen. Es ist zum Verrücktwerden! Die Attitüde des Nicht-Teilen-Wollens spaltet unsere Gesellschaft und bringt am Ende Elend und Gewalt hervor.
Was wir dieser unheilvollen Entwicklung entgegensetzen können ist der Glaube und die Aktion. Der Glaube, dass Gott will, dass ausnahmslos alle Menschen satt werden. Und die Aktion, dass wir trotz des desolaten Zustands dieser Welt teilen und versuchen das scheinbar unmögliche möglich zu machen. Da liegt Segen drauf. Dieses Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung ist ein Symbol dafür, dass etwas mehr werden kann, wenn wir es teilen. Die Liebe funktioniert auf diese geheimnisvolle Weise, die aller Verwertungslogik entzogen ist. Sie wird immer mehr, wenn wir sie teilen. Bis zum Überfluss, bis zu den zwölf Körben, die voll werden. Die Liebe lässt den anderen groß werden und lässt anfangen die Güter dieser Welt teilen, weil der Hunger eines anderen Menschen auch mein Hunger wird. Wenn wir als Christ:innen der Welt das sagen und vorleben, dass es sich lohnt zu teilen und dass da Heil drin liegt, dann sind wir Salz für die Erde und Licht für die Welt. Stück für Stück, Happen für Happen können wir so die Welt heller machen. Das gibt Hoffnung und führt uns alle dem Himmel näher.

Fürbitten

► Zum Anhören: 

Jesus hat immer wieder die Gemeinschaft mit den Menschen seiner Zeit gesucht und mit ihnen gegessen. Ihm sagen wir unsere Bitten:

  • Für alle, die nicht genügend zu essen haben. Dass sie satt werden und die Solidarität groß wird auf dieser Welt. Jesus unser Bruder.

Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle Reichen mit viel Geld auf dem Konto. Dass sie sich bekehren und lernen zu teilen und ihr Herz nicht an den Reichtum verlieren. Jesus unser Bruder.

  • Für alle, die wegen des menschengemachten Klimawandels in ihrer Existenz bedroht sind. Besonders für die Opfer der Flutkatastrophe. Dass ihnen Hilfe zukommt und sie Kraft bekommen, um unseren Planeten wirksam zu schützen. Jesus unser Bruder.

  • Für alle, die bereits gestorben sind. Dass du sie zu neuem Leben auferweckst und einen Platz im Paradies gibst. Jesus unser Bruder.

Beten wir einem Moment der Stille für die Menschen, die vor unserem inneren Auge auftauchen, die Gottes Hilfe und Beistand brauchen können und halten sie ihm hin. Schließen wir mit dem Vaterunser.

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet und Segen

► Zum Anhören: 

Barmherziger Gott,
wir haben dein Wort gehört.
Die wunderbare Brotvermehrung ist ein Zeichen für die Fülle, die bereitliegt, wenn wir teilen.
Hilf uns, dass wir deiner Liebe immer mehr vertrauen und selbst teilende Menschen werden, die dieser Welt zeigen, wie alle satt werden können.
Darm bitten wir durch Jesus, unseren Bruder, unseren Meister und Beispiel, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und liebt in Ewigkeit. Amen

Segen

So segne uns der gute Gott. Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

GL 381

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