Das Monatsprojekt

Mit Beginn des neuen Jahres 2020 nehmen wir in unserer ganzen Pfarrei eine gute Tradition aus der früheren Antonius-Pfarrei auf: die MONATSPROJEKTE. Ursprünglich hatte der Ausschuss für Mission, Entwicklung und Frieden an der Sankt Antonius-Kirche die Monatsprojekte initiiert. Dabei wird im jeweils aktuellen Monat für ein bestimmtes Hilfsprojekt im Sonntagsgottesdienst kollektiert und Spenden gesammelt. Mit Beginn dieses Jahres gibt es also in ganz Sankt Nikolaus ein Monatsprojekt.

Und so können Sie das Monatsprojekt durch eine Geldspende unterstützen:

  • einmal im Monat wird Kollekte für das jeweilige Projekt gehalten. Der Termin wird im Sonntagsbrief bekannt gegeben.
  • Sie überweisen ihre Spende auf das Konto der Kirchengemeinde Sankt Nikolaus Wesel und wir sorgen für die Weitergabe.  IBAN DE94 3565 0000 0000 1628 00 Verwendungszweck Monatsprojekt + Monat. Sofern sie eine Spendenbescheinigung wünschen, muss ebenfalls Name und Anschrift angegeben werden.  

Monatsprojekt Januar 2021
Straßenkinder in Nova Iguaçu (Brasilien)

Seit vielen Jahren unterstützen wir im Monat Januar die Arbeit der Brasilieninitiative AVICRES.
Nach mehrjähriger Tätigkeit in Brasilien richtete der Paderborner Religionspädagoge Johannes Nig-gemeier im Jahre 1989 zusammen mit einer Frauenkommission in der Favela (Elendsviertel) "Lirio do Vale" ("Lilie des Tales") in der Stadt Nova Iguaçu/Brasilien eine Kindertagesstätte ein. Hinzu kam bald darauf ein Gesundheitsposten für die ärztliche Grundversorgung der Favela-Bewohner. Schritt für Schritt wurde nun die hier begonnene Arbeit ausgebaut. Im Jahre 1991 entstand aus dieser Arbeit die unabhängige Organisation AVICRES, die ihren Verwaltungssitz heute im Stadtteil Posse in Nova Iguaçu hat. Sie ist inzwischen auf allen politischen Ebenen öffentlich-rechtlich als gemeinnützige Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) anerkannt.
Die Aktivitäten/einzelnen Projekte der brasilianischen AVICRES konzentrieren sich bis heute auf die Armenviertel im Raum der Millionenstadt Nova Iguaçu sowie der benachbarten Städte Belford Roxo und Mesquita bei Rio de Janeiro und setzen folgende Schwerpunkte:
• Straßenkinderproblematik
• Erziehungs- und Gesundheitsarbeit
• Gesundheitsversorgung
• Hilfe bei der Sozial- und Bildungsarbeit mit Straßenkindern, Jugendlichen und Erwachsenen
• Verteidigung der Menschenrechte
• Unterstützung der Selbsthilfeorganisationen der Urbevölkerung Brasiliens
• Öffentlichkeitsarbeit von der Basis her

Straßenkinder leben in Brasilien gefährlich. Sie sind den reichen Bewohnern, den Geschäftsleuten und den Reisegesellschaften ein Dorn im Auge. Sie passen nicht in das Stadtbild. Sie werden überall verjagt und verfolgt. Todesschwadronen kassieren Prämien dafür, dass sie Straßenkinder erschießen.
Die brasilianische AVICRES nahm diese schrecklichen Morde zum Anlass, sich der Straßenkinder-problematik anzunehmen. Derzeit finden in drei unterschiedlichen Häusern Kinder und Jugendliche von der Straße oder Kinder und Jugendliche aus armen bzw. vernachlässigten Familiensituationen tagsüber Aufnahme. Eines dieser Häuser ist darüber hinaus auch ein Wohnheim (Tag- und Nachtbetreuung) für ca. 20 Mädchen.

Die Mädchen und Jungen werden in den AVICRES-Häusern ganzheitlich betreut: Neben einer gesunden Ernährung, notwendiger Körperhygiene, Gesundheitsvorsorge und psychologischer Begleitung erhalten sie regelmäßige Schulbildung. Nach dem Unterricht in den ortsansässigen Schulen können sie an unterschiedlichen Projekten und verschiedenen Freizeitangeboten (Sport, Musik, Theater, Umgang mit dem PC, ...) teilnehmen. Als Jugendliche haben sie die Möglichkeit, in den Projekten der AVICRES ausgebildet zu werden und dadurch eine berufliche Perspektive zu erhalten.

Aktuell beeinflusst die Corona-Pandemie die Arbeit vor Ort. Während der brasilianische Präsident Bol-sonaro das Corona-Virus nicht ernst nimmt, als „kleine Grippe" verharmlost und das Land weiter zu spalten versucht, greift das Virus im Land um sich. In Nova Iguaçu wurde der Notstand ausgerufen. Die mit der Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben gravierende Auswirkungen auf die Arbeit der brasilianischen AVICRES. Einige Sektoren haben ihre Arbeit einschränken müssen, das Kinderheim Casa da Esperança ist von der Öffentlichkeit weitgehend abgeriegelt worden. Umso bedeutsamer ist die Arbeit des Gesundheitspostens geworden, der derzeit wichtige vorbeugende Arbeit in Bezug auf Corona leistet.
Die Spenden aus unserem Monatsprojekt gehen ohne Abzüge über die deutsche AVICRES direkt in die Projekte in Nova Iguaçu.

Weitere Informationen unter „www.avicres.de" W. Albers, MEF

Die Infos zum Projekt stehen auch als download bereit.

Die Kollekten am 23./24. Januar sind für das Monatsprojekt bestimmt. 

Jetzt Spenden

Wenn Sie Ihre Spende überweisen möchten:
Spenden zur Weiterleitung
DE94 3565 0000 0000 1628 00 + Verwendungszweck

Spenden an die Gemeindecaritas
DE39 3565 0000 0000 2110 29

Für das Frühstücksprojekt der KiTas besteht die Möglichkeit der Online-Spende über das Spendenportal der DKM. Bitte folgen Sie dem LINK.

Pfarrbüro Sankt Nikolaus

Pfarrbüro

Martinistraße 10a
46483 Wesel

Tel.: 0281 300 2669 111

E-Mail: service@sanktnikolaus-wesel.de 

Öffnungszeiten:

Mo.-Sa.: 09:00 - 12:00
Di.+Do.: 15:00 - 18:00

Büroleitung: Sigrid Hochstrat

Veröffentlichungen: 
Petra Klingberg
Tel: 0281 300 2669 117
petra.klingberg@sanktnikolaus-wesel.de